Fuß- und Handbehandlungen im Überblick


Detaillierte Informationen über unsere Handbehandlungen folgen.

Spreizfuß

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Bei dem Spreizfuß weichen der 1. und 5. Mittelfußknochen von der Fußmitte ab. Der Vorfuß wird breiter, Hallux valgus, Kleinzehendeformitäten wie auch ein Schneiderballen (schmerzhafter Ballen am Fußaußenrand) sind die Konsequenzen. Auch können Schmerzen unter dem Fußballen entstehen (Metatarsalgie), die sich für den Patienten anfühlen, als hätte er an dieser Stelle einen Stein unter dem Fuß. Es entstehen dann zunehmend Konflikte mit dem Schuh, wobei Schwielen, Hühneraugen oder andere schmerzhafte Verletzungen der Haut entstehen können.


Das häufigste Krankheitsbild des Vorfußes in der westlichen Welt ist der Spreizfuß. Hätte die Evolution des Menschen nur eine Stunde gedauert, würden wir erst seit ein paar Sekunden Schuhe tragen. Unsere Füße sind durch Schuhe eher in ihrer Funktion eingeschränkt. Viele Muskeln und "Sinnesorgane" (Rezeptoren) werden dadurch außer Gefecht gesetzt. Über die Jahre werden sie dadurch zu schwach, um das Fußskelett korrekt zu stabilisieren. Dadurch, aber auch durch angeborene Faktoren entsteht der Spreizfuß.


Behandlung:

  • Nicht-operativ: Wenn der Spreizfuß noch schwach ausgeprägt ist, kann durch korrekte Schuheinlagen und gezielte Beübung des Fußes die Verschlimmerung des Problems verlangsamt oder aufgehalten werden.
  • Operativ: Wenn die nicht-operativen Maßnahmen nicht mehr ausreichend sind, sollten die jeweilig entstandenen Erkrankungen des Vorfußes chirurgisch adressiert werden.

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Nicht operative Fuß und Hand Behandlung

Hallux rigidus (lat. steifer Großzeh)

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Die Zehe wird immer steifer, was das Abrollen erschwert. Hinzukommen Knochenleisten über dem Gelenk, die beim Tragen von Schuhen Schmerzen und Hautirritationen verursachen. Arthrose durch Knorpelverschleiß im Großzehengrundgelenk entsteht durch falsches Schuhwerk, familiäre Veranlagung aber auch durch Traumen und Überlastungen bei bestimmten Sportarten (z.B. Ballett, Langstreckenläufer, Fußball etc.). Die anfänglichen Schmerzen nur bei Belastung werden zunehmend auch in Ruhe spürbar.


Behandlung:
Abhängig von den Beschwerden und den Bedürfnissen der Patienten bieten wir eine stadienadaptierte Behandlung an:

  • Nicht-operativ: Spezielle Einlagenversorgung, Abrollhilfen an den Schuhsohlen, Medikamente, Physiotherapie.
  • Operativ: Die operative Behandlung des arthrotischen Grundgelenks ist stadienadaptiert.

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Hammerzehen (Klauenzehen, Krallenzehen)

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Hier handelt es sich um Deformitäten der Zehen, bei der diese zunehmend gekrümmte Fehlstellungen einnehmen und in dieser Position unbeweglich, steif werden. Außer dem kosmetisch störenden Bild treten oft Hühneraugen (auch Hypercheratose oder Clavus genannt) mit entsprechenden Schmerzen, vor allem beim Tragen von Schuhen auf. Je nach Art der Kontraktion in den Gelenken der Zehe wird diese dann Hammer-, Klauen- oder Krallenzehe genannt, wobei es auch in der Fachliteratur keine einheitliche Einteilung gibt.


Hammerzehen können durch falsches, zu enges Schuhwerk, aber auch durch neurologische Erkrankungen entstehen, die zu einer muskulären Dysbalance führen. Das kann sowohl angeboren sein als auch durch Erkrankungen wie Diabetes oder Alkoholmissbrauch bedingt sein.


Behandlung:

  • Nicht-operativ: Anfangs sind Hammer- und Krallenzehen meist flexibel, werden aber über die Zeit zunehmend in ihrer Fehlstellung rigide. Im Anfangsstadium können nicht-operative Maßnahmen wie Silikon-Zehenspreizer oder kleine Schienen, die den Zeh in korrekter Position halten, verwendet werden.
  • Operativ: Wenn diese Möglichkeit nicht mehr ausreichen, kommt nur die Operation als ursächliche Therapie in Frage, wobei bei Vorliegen eines Hallux valgus dieser immer in die Therapiestrategie miteinbezogen werden muss.

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Metatarsalgie

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Als Konsequenz des zunehmenden Spreizfußes und oft im Zusammenhang mit Hallux valgus und Hammerzehen kann eine Metatarsalgie entstehen, was so viel wie "schmerzhafter Mittelfuß" heißt. Der Patient hat bei Belastung Schmerzen unter dem Fußballen, was oft beschrieben wird "als ob ein Stein oder etwas Spitzes" an dieser Stelle unter dem Fuß ist.


Behandlung:

  • Nicht-operativ: Anfangs ist das mit weichbettendem Schuhwerk kontrollierbar, dann können speziell angefertigte Schuheinlagen mittelfristig helfen. Auch Gewichtsreduktion ist bei diesem Krankheitsbild oft eine hilfreiche Maßnahme.
  • Operativ: Bei fortschreitendem Spreizfuß können deutliche Schwielen oder Dornwarzen unter dem Ballen entstehen. Wenn die oben genannte Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, muss eine Operation in Erwägung gezogen werden.

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Morton Neurinom

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Ein Morton Neurinom ist eine schmerzhafte Vernarbung des Bindegewebes um kleine Nerven, die für die Sensibilität der Zehen zuständig sind. Es entsteht ein brennender Schmerz an dieser Stelle mit Ausstrahlung in die betroffenen Zehen, die auch Taubheitsgefühle haben können.


Diese Schmerzen können auch nach der Belastung weiterbestehen. Diese Vernarbungen entstehen genau an den Stellen, an denen sich diese Nerven für die jeweiligen Zehen Y-förmig aufteilen. Das ist im Bereich der Grundgelenke der Zehen. Diese Stellen verdicken sich über die Zeit und der Konflikt mit dem Fußskelett wird noch schlimmer.

Behandlung:

  • Nicht-operativ: Die Therapie ist hier zunächst stadienadaptiert. Anfangs können eine richtige Schuheinlage und Injektionen oder Medikamente eine kurz- bis mittelfristige Besserung erreichen.
  • Operativ: Sollten die Symptome trotz nicht-operativer Maßnahmen anhalten und nicht mehr erträglich sein, muss eine Operation in Erwägung gezogen werden. Diese besteht meist in der simplen Entfernung des Neurinoms.

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Hallux valgus

Beschreibung des Krankheitsbildes/ Ursache:
Das deutlichste Symptom ist die Verdickung des Großzehengrundgelenks. Dadurch entstehen Druckstellen im Schuhwerk mit geröteter, geschwollener Haut, bzw. Schwielenbildung. Die Großzehe selbst wandert zum Fußaußenrand ab, oft werden auch die angrenzenden Zehen nach außen verdrängt. Entzündliche Schübe über dem Großzehengrundgelenk kommen erschwerend hinzu.


Der schmerzhafte prominente Großzehenballen mit nach außen abweichender Großzehe ist eine der häufigsten Erkrankungen des Vorfußes. Meist ist dieses Problem durch das Abweichen des 1. Mittelfußknochens zum Fußinnenrand bedingt. Dieses Bild ist zum Teil durch familiäre Veranlagung und zum anderen Teil durch das Tragen von (unzureichendem) Schuhwerk (zu eng, zu spitz, zu hohe Absätze etc.) bedingt. Wenn das Problem besteht, tendiert es über die Jahre schlimmer zu werden. Dann treten meist Begleiterkrankungen wie Hammerzehen oder Schmerzen unter dem Zehenballen (Metatarsalgie) auf.


Behandlung:
Eigentlich stellt der Hallux valgus eine Blickdiagnose dar. Die Feindiagnostik des Krankheitsbildes und die daraus folgende Therapie werden durch die klinische Untersuchung und vor allem anhand der Röntgenbilder getroffen.

Wenn die konservative Therapie nicht mehr ausreicht, empfehlen sich operative Maßnahmen. Diese sollten der Art des Hallux valgus des Patienten angepasst sein. Eine einzige operative Maßnahme für alle Arten des Hallux valgus ist nicht ausreichend. Wir verwenden dabei wissenschaftlich etablierte Verfahren, die nach einem international gültigen Algorithmus kombiniert werden (z.B. Chevron-, Scarf-, Basisnahe- oder Doppelosteotomien des 1. Mittelfußknochens, Akinosteotomie der Grundphalanx) mit entsprechender Korrektur der miterkrankten Weichteile um das Großzehengrundgelenk.


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Operative Fuß und Hand Behandlung